Für einen gerechten Frieden im Nahen Osten und gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Graz!

am 11. Januar 2026 unter Allgemein abgelegt



Petition für Meinungsfreiheit – Jetzt unterschreiben


👉 Hier geht es zur Petition

Solidarität mit Palästina

Der „BDS-Beschluss“ des Grazer Gemeinderates vom 14. November 2019 im Wortlaut:

„Städtische Dienststellen dürfen keine Veranstaltungen von Gruppierungen unterstützen, welche die Ziele der BDS-Bewegung (,Boycott, Divestment, Sanctions‘) verfolgen oder für diese werben.“

Was dieser Beschluss in der Praxis bedeutet:

  • Vereine und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, dürfen keine Räumlichkeiten der Stadt Graz benutzen (auch nicht entgeltlich).
  • Vereine und Initiativen, die Fördermittel von der Stadt Graz erhalten, dürfen nicht mit Vereinen und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, kooperieren.

Zum Beispiel: Die Steirische Friedensplattform möchte einen Filmabend veranstalten und sucht dafür einen Raum.
Eine von der Stadt Graz geförderte Kulturinitiative darf ihren Raum dafür nicht zur Verfügung stellen, weil die Steirische Friedensplattform sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennt.
Dabei muss der gezeigte Film gar nicht für die BDS-Bewegung werben.

Der „BDS-Beschluss“ sanktioniert also Gruppen allein aufgrund einer israel-kritischen Haltung ihrer Mitglieder, obwohl diese Haltung sowohl verfassungskonform ist, als auch auf einem konsequenten Eintreten für die Menschenrechte und das Völkerrecht beruht.
Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Aufhebung dieses Beschlusses.

Was ist die BDS-Bewegung und welche Ziele verfolgt sie?

Das Kürzel „BDS“ steht für „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“. Die zivilgesellschaftliche Bewegung BDS wurde 2005 gegründet und ist inzwischen weltweit verbreitet.
Ihr Ziel ist, dass der Staat Israel das Völkerrecht und die Menschenrechte respektiert.

Konkret lauten die Forderungen: vollständiger Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten (Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Libanon und Syrien);
volle Gleichberechtigung aller israelischen BürgerInnen, unabhängig von Religion und Ethnie;
Umsetzung der UN-Resolution 194 über das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge.

Die BDS-Bewegung will diese Ziele mit gewaltfreien Mitteln durchsetzen, und zwar durch Boykott von und Sanktionen gegen Unternehmen und Institutionen,
die die israelische Politik der Vertreibung und Vernichtung der PalästinenserInnen direkt oder indirekt unterstützen und fördern.

Ein weiteres Mittel ist der Abzug von Geld aus solchen Unternehmen und Institutionen (etwa durch den Verkauf von Unternehmensanteilen).
Die BDS-Bewegung sammelt und verbreitet einschlägige Informationen über Unternehmen und Institutionen und ruft zu Boykott, Sanktionen und Desinvestition auf
und fordert vor allem auch keine Kooperationen mit Israel im Rüstungsbereich.

Warum bekennt sich die Steirische Friedensplattform zu den Zielen der BDS-Bewegung?

Wir sind solidarisch mit dem unvorstellbar leidenden und in seiner Existenz bedrohten palästinensischen Volk und setzen uns für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel ein.

Der Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten, ein Ende der Apartheid-Politik gegenüber nicht-jüdischen Bürger:innen Israels
sowie die Umsetzung aller UN-Resolutionen zu Israel und Palästina sind dafür unabdingbar.

Wir erachten Boykott, Sanktionen und Desinvestition als legitime Mittel, um Druck auf einen Staat auszuüben, der seit Jahrzehnten Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen tritt,
UN-Resolutionen ignoriert und seit mehr als zwei Jahren einen genozidalen Krieg gegen die Menschen in Gaza führt.

Mit welcher Begründung wurde 2019 im Grazer Gemeinderat der BDS-Beschluss gefasst?

Der BDS-Beschluss beruht auf der Einschätzung, dass die BDS-Bewegung antisemitisch sei.
Diese Einschätzung beruht auf der – fälschlichen – Gleichsetzung von Antisemitismus mit Antizionismus und Israel-Kritik.

Ist die BDS-Bewegung antisemitisch, antizionistisch und/oder israel-kritisch?

Die BDS-Bewegung ist antizionistisch und israel-kritisch, aber nicht antisemitisch.

Antisemitismus ist eine negative Einstellung gegenüber Menschen, weil sie einer bestimmten Ethnie angehören.
Die BDS-Bewegung ist nicht antisemitisch, weil sie sich nicht gegen jüdische Menschen als Angehörige einer bestimmten Ethnie richtet.
Auch anti-zionistische Jüd:innen unterstützen BDS.

Antizionismus ist eine negative Einstellung gegenüber der israelischen Staatsideologie, dem Zionismus.
Zionismus ist der jüdische Nationalismus. Er beansprucht Vorrechte für das jüdische Volk.

Anhänger des Zionismus erheben Anspruch auf das Gesamtgebiet Palästinas und Teile Syriens und des Libanon.
Sie wollen auf diesem Gebiet einen Staat errichten, in dem nicht-jüdische Menschen allenfalls als Minderheit und ohne staatsbürgerliche Rechte geduldet sind.

Dies bedeutet, dass die PalästinenserInnen mehrheitlich vertrieben oder ermordet werden müssen.
Die BDS-Bewegung verurteilt diese Ideologie.

Kairos Palestine – The Palestinian Christian Initiative

am 12. Dezember 2025 unter Allgemein abgelegt

 

Kairos Palestine – The Palestinian Christian Initiative
A Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide

…den ganzen Beitrag lesen »

Kommunistische Bürgermeisterin untersagt Verteilaktion der Friedensplattform vor Gemeinderat!

am 28. Oktober 2025 unter Allgemein abgelegt

   Hier zum Brief    An Grazer GRinnen

Was ist passiert?

 

Am 16.10. machte sich die Steirische Friedensplattform auf, die Grazer Gemeinderäte vor ihrer bevorstehenden Sitzung auf einen problematischen Beschluss ihrer Vorgänger aufmerksam zu machen.

Der 2019 beschlossene Text legt fest, dass Räume der Stadt nicht mehr von Gruppen verwendet werden dürfen, die sich antizionistisch äußern oder die gewaltfreie Initiative BDS unterstützen.

Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, verfassten die Friedensaktivist:innen eine mehrseitige Argumentation inklusive aufgelisteter Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Hoffnung, die Gemeinderät:innen würden den umstrittenen Beschluss aufheben.

Nachdem uns einige KPÖ GemeinderätInnen begrüßt hatten, kam Frau Bürgermeisterin Elke Kahr auf die FriedensaktivistInnen zu und untersagte das weitere Verteilen der Briefe vor dem Gemeinderatssaal.

Kahr war bereits in der Vergangenheit mit (auch innerhalb ihrer Partei) höchst umstrittenen Aussagen aufgefallen, als sie den israelischen Botschafter hofierte und meinte, sie könne kein Urteil über die schrecklichen Geschehnisse in Gaza und die Kolonialisierung Palästinas abgeben, da dies nur möglich sei, wo sie auch lebe und die Menschen kenne.

Besonders interessant ist diese Positionierung, da andere kommunistische Parteien weltweit ein klares Bekenntnis zum Antizionismus abgeben. Offensichtlich ist es der Grazer KPÖ noch (?)

nicht möglich, sich von ihrer traditionell zionistischen Haltung zu verabschieden.

 

10.2.25: Was Du schon immer über die Zapatistische Befreiungsbewegung wissen wolltest

am 05. Februar 2025 unter Lateinamerika abgelegt

Gespräch – – Gedankenaustausch über die EZLN
(Ejercito Zapatista de Liberación = Nacional – Zapatistische Nationale Befreiungsarmee)
am Montag, den 10.2.2025 um 18.30 im Spektral, Lendkai 45, Graz

…den ganzen Beitrag lesen »

Rück Blick auf Palästina- Aktivitäten 2024

am 02. Februar 2025 unter Allgemein abgelegt

Video von Graz for Palestine

Auf den Spuren des christlichen Widerstandes-Bericht über unsere Radtour

am 15. Dezember 2024 unter Allgemein abgelegt

Unter dem Leitgedanken, dass jeder ernsthafte Nachfolge Christi  ein Ruf in die Praxis ist, organisierte Pax Christi Steiermark eine herbstliche Radtour zu Grazer Gedenkstätten des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Auch AktivistInnen der Steirischen Friedensplattform nahmen daran teil.

…den ganzen Beitrag lesen »

Konzert Friedens- und Antikriegslieder in Thal

am 01. Dezember 2024 unter Allgemein abgelegt

 

 

 

 

wetransfer_friedenskonzert_2024-12-01_0935

„Meine Söhne geb ich nicht!“
Wir leben in bedrohlichen Zeiten. Die sich verschärfenden Widersprüche im global agierenden
kapitalistischen Profit-, Konkurrenz- und Ausbeutungssystem führen zunehmend zu humanitären
Großkatastrophen (etwa seit Jahrzehnten im Ostkongo und aktuell im Sudan) und kriegerischen
Konflikten.

…den ganzen Beitrag lesen »

Vortrag mit Shir Hever in Graz

am 29. November 2024 unter Allgemein abgelegt

„Militärembargo gegen Israel: Österreichs Beteiligung an Besatzung, Apartheid und Völkermord in Palästina“
Zusammen mit etlichen anderen NGOs hatten wir für den 25. Nov. 2024 Dr. Shir Hever zu einem Vortrag nach Graz eingeladen.
Sein Vortrag hatte durch die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH)  besondere Aktualität.

…den ganzen Beitrag lesen »

Konzert mit Friedens- und Antikriegsliedern

am 20. November 2024 unter Allgemein abgelegt

Thal bei Graz, Am Lindenhof 1-21 / Gemeinschaftsraum
FREITAG, 22. November 2024; 19:00

Einladg FRIEDENSKONZERT_ Thal 2024

 

Kundgebung in Graz 16.11. um 17.00

am 11. November 2024 unter Allgemein abgelegt