Bericht von der Hiroshimakundgebung in Graz vom 6.8.26

Nie wieder Hiroshima und Nagasaki!

Am 6. August 2026 veranstaltete die Steirische Friedensplattform eine Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

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Die Veranstaltung fand ab 18 Uhr am Schlossbergplatz in Graz statt. In mehreren Redebeiträgen von Mitgliedern der Friedensplattform wurde die Notwendigkeit betont, an diese menschliche Katastrophe zu erinnern und über sie zu sprechen.

Die Redner:innen wiesen auf die Gefahr einer Wiederholung der Katastrophe von Hiroshima und Nagasaki hinsichtlich der andauernden militärischen Konflikte in der Welt (die weiterhin von den USA als imperialistischer Macht geführten militärischen Interventionen), sowie den Völkermord des israelischen Regimes in Gaza und die trotz ausverhandelter Waffenruhe weitergeführten militärischen Angriffe Israels auf andere Länder der Region, darunter den Libanon und den Iran, hin. 

Sie betonten zu dem die Möglichkeit eines erneuten Einsatzes von Atomwaffen durch jedes der Länder, die über Atomwaffen verfügen.

Auch die Notwendigkeit einer kritischen und klaren Haltung gegenüber der kriegstreiberischen Politik der Europäischen Union und Österreichs sowie gegenüber der Aufrüstung und der zunehmenden Militarisierung wurde bei der Veranstaltung thematisiert.

Um die internationale Dimension der atomaren Bedrohung zu betonen, wurden Ausschnitte des Flugblatts in verschiedenen Sprachen vorgelesen.

Über diese Entwicklung äußerte auch Peter Presinger, einer der weiteren Redner der Veranstaltung, seine Besorgnis. Peter Presinger, Vorsitzender der Österreichisch-Russischen Gesellschaft, der viele Jahre in der Rüstungsindustrie tätig war, verwies auf die Entwicklung der Nukleartechnologie und der Atomwaffen. In seinen weiteren Ausführungen betonte er, dass die Bomben, die die USA damals über Hiroshima und Nagasaki abwarfen, im Vergleich zu den Atomwaffen, über die heute verfügt wird, geradezu wie kleine Spielzeuge erscheinen. Dementsprechend seien auch das Ausmaß der Zerstörung und die Schäden, die mit den heutigen Atomwaffen angerichtet werden könnten, um ein Vielfaches größer und gefährlicher. Darüber hinaus sprach er von einer Atmosphäre der Propaganda und einer zunehmenden Tendenz zur Kriegstreiberei, die derzeit in Österreich und Europa zu beobachten sei. Es handle sich um eine Kriegshetze, die ständig präsent sei und medial vorangetrieben werde.

Ein Atomangriff darf sich nirgendwo auf der Welt jemals wiederholen. Kein Land und keine militärische Macht auf der Welt sollte das Recht haben, Atomwaffen einzusetzen.

Andrew Feinstein wurde 1964 in Südafrika als Sohn von Wiener Holocaustüberlebenden geboren. Als Mitglied des ANC engagierte er sich gegen Apartheid und saß einige Jahre im Parlament. 2001 trat er aus Protest gegen ein korruptes Waffengeschäft zurück und ging nach London. Dort arbeitet der studierte Politikwissenschafter als Buchautor und Investigativ-Journalist .

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Aktion gegen Israels-Teilnahme am ESC im ORF-Landesstudie Steiermark

Am 16. Mai 2026 richtet der ORF in Wien den Eurovision Song Contest aus. Aufgrund der Teilnahme Israels  zogen sich einige europäische Rundfunkanstalten von der Veranstaltung zurück. 

Nicht so der ORF. Unter dem Motto „Keine Bühne für den Völkermord!“ fanden daher am 16. April  in den meisten Landeshauptstädten Protestaktionen statt. So auch in Graz.

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Friedensdemonstration in Graz am 14.3.2026

 

Unter dem Motto Hände weg von Palästina, Libanon, Iran & Kuba – Ami go home! skandierten ein paar Dutzend friedensliebende Menschen in der Grazer Innenstadt Parolen gegen die völkerrechtswidrigen Angriffe von USA und Israel auf den Iran und Libanon und gegen den Völkermord in Gaza sowie für Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.

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Gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Graz!

Petition für Meinungsfreiheit – Jetzt unterschreiben





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Solidarität mit Palästina

Der „BDS-Beschluss“ des Grazer Gemeinderates vom 14. November 2019 im Wortlaut:

„Städtische Dienststellen dürfen keine Veranstaltungen von Gruppierungen unterstützen, welche die Ziele der BDS-Bewegung (,Boycott, Divestment, Sanctions‘) verfolgen oder für diese werben.“

Was dieser Beschluss in der Praxis bedeutet:

  • Vereine und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, dürfen keine Räumlichkeiten der Stadt Graz benutzen (auch nicht entgeltlich).
  • Vereine und Initiativen, die Fördermittel von der Stadt Graz erhalten, dürfen nicht mit Vereinen und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, kooperieren.

Zum Beispiel: Die Steirische Friedensplattform möchte einen Filmabend veranstalten und sucht dafür einen Raum.
Eine von der Stadt Graz geförderte Kulturinitiative darf ihren Raum dafür nicht zur Verfügung stellen, weil die Steirische Friedensplattform sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennt.
Dabei muss der gezeigte Film gar nicht für die BDS-Bewegung werben.

Der „BDS-Beschluss“ sanktioniert also Gruppen allein aufgrund einer israel-kritischen Haltung ihrer Mitglieder, obwohl diese Haltung sowohl verfassungskonform ist, als auch auf einem konsequenten Eintreten für die Menschenrechte und das Völkerrecht beruht.
Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.

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Kairos Palestine – The Palestinian Christian Initiative

 

Kairos Palestine – The Palestinian Christian Initiative
A Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide

We look toward the day when we shall live free in our land, together with all
the inhabitants of the earth, in true peace and reconciliation — founded upon
justice and equality for all God’s creation, where “mercy and truth meet, and
righteousness and peace kiss each other.” (Psalm 85:10)

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Kommunistische Bürgermeisterin untersagt Verteilaktion der Friedensplattform vor Gemeinderat!

   Hier zum Brief    An Grazer GRinnen

Was ist passiert?

 

Am 16.10. machte sich die Steirische Friedensplattform auf, die Grazer Gemeinderäte vor ihrer bevorstehenden Sitzung auf einen problematischen Beschluss ihrer Vorgänger aufmerksam zu machen.

Der 2019 beschlossene Text legt fest, dass Räume der Stadt nicht mehr von Gruppen verwendet werden dürfen, die sich antizionistisch äußern oder die gewaltfreie Initiative BDS unterstützen.

Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, verfassten die Friedensaktivist:innen eine mehrseitige Argumentation inklusive aufgelisteter Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Hoffnung, die Gemeinderät:innen würden den umstrittenen Beschluss aufheben.

Nachdem uns einige KPÖ GemeinderätInnen begrüßt hatten, kam Frau Bürgermeisterin Elke Kahr auf die FriedensaktivistInnen zu und untersagte das weitere Verteilen der Briefe vor dem Gemeinderatssaal.

Kahr war bereits in der Vergangenheit mit (auch innerhalb ihrer Partei) höchst umstrittenen Aussagen aufgefallen, als sie den israelischen Botschafter hofierte und meinte, sie könne kein Urteil über die schrecklichen Geschehnisse in Gaza und die Kolonialisierung Palästinas abgeben, da dies nur möglich sei, wo sie auch lebe und die Menschen kenne.

Besonders interessant ist diese Positionierung, da andere kommunistische Parteien weltweit ein klares Bekenntnis zum Antizionismus abgeben. Offensichtlich ist es der Grazer KPÖ noch (?)

nicht möglich, sich von ihrer traditionell zionistischen Haltung zu verabschieden.